Donnerstag, 24. August 2017
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Blindenführhunde
(von Christine Grünebaum 2009)

Dass Hunde den Menschen schon seit einigen tausend Jahren begleiten, ist ja allgemein bekannt. Aber auch blinde Menschen werden schon seit vielen Jahren von Hunden begleitet.

Zum Beispiel wurden nach den Weltkriegen blinde Kriegsopfer mit Blinden-Führhunden, die in Führhundschulen ausgebildet worden waren, versorgt. Es waren zunächst Schäferhunde,  inzwischen werden auch andere Rassen wie z. B. Labradore, Golden Retriever, Königspudel, Riesenschnauzer u. a. ausgebildet.
 

Arco -Christines früherer Führhund im Ruhestand

Später wurden dann auch "Zivilblinde" mit Blinden-Führhunden versorgt. Die Kosten hierfür werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Manchmal muss man darum kämpfen, aber es klappt dann doch. Man benötigt dafür eine Verordnung vom Augenarzt und einen Kostenvoranschlag von der Führhundschule seines Vertrauens.

Um die richtige Schule herauszufinden, erkundigt man sich am besten bei Personen, die schon einen Blinden-Führhund haben. Dann sollte man die Schule besuchen, um sich ein Bild davon zu machen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nachdem man die Bewilligung für die Versorgung mit einem Blinden-Führhund hat, ist es anzuraten, noch einmal die Führhundschule aufzusuchen, um einen passenden Hund auszusuchen.

Wenn der passende Hund gefunden ist, beginnt die mindestens 3-wöchige Einschulung mit dem Hund. Zunächst muss man lernen, mit dem Hund im Geschirr überhaupt mitzugehen. Danach werden täglich die Schwierigkeitsgrade erhöht. Es geht darum, dass der Hund Hindernisse umrundet, Bordsteinkanten, Ampeln, Treppen, und Eingänge von Gebäuden anzeigt. Auch das Laufen über Plätze und durch Menschenansammlungen ist wichtig. Da sollte der Hund vorsichtig und langsam seine Arbeit tun.

Die Palette ist groß und würde hier den Rahmen sprengen. Nach der Einschulung muss man sich einer Gespannprüfung unterziehen. Da wird durch einen Gespannprüfer festgestellt, ob Hundehalter und Hund zusammenpassen und ob die Kommunikation miteinander stimmt. Wenn dann noch Auffälligkeiten festgestellt werden, muss die Schulung zu den Punkten noch einmal trainiert werden.

Nach der Gespannprüfung müssen Hund und Halter/in einfach zusammenwachsen. Das kann einige Zeit dauern. Wenn das alles gut durchgeführt wird, ist ein Blinden-Führhund nicht nur ein Freund und Spielkamerad, sondern eine echte Hilfe, auf die ich niemals mehr verzichten möchte, weil meine Selbständigkeit dadurch einfach unübertroffen wird.
 
Christine mit Simai

Eine detaillierte Beschreibung, wie so eine Ausbildung abläuft, findet ihr hier.

Weitere Auskünfte gibt es bei:

Christine Grünebaum
christine.gruenebaum@t-online.de

 

 

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