Donnerstag, 24. August 2017
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Freigänger- oder Wohnungskatze
 
Kaum ein Thema wird bei Katzenhaltern und Tierschützern so kontrovers diskutiert wie das der Freigangs- oder Wohnungshaltung von Katzen.


 
Freigang

So vertreten die Freigang-Befürworter, dass für die Katze einzig und allein ein Leben auf dem Land mit freiem Zugang zu Feld, Wald und Wiese - oder zumindest eins in verkehrsarmen Gegenden mit viel Grün - wirklich artgerecht sei.

Nur so könne sie ihrer Natur entsprechend leben, was da heißt, sich ein Revier zu erobern, Beutetiere zu jagen, durch Felder und Wiesen zu streifen und zu streunen. Die Katze könne überhaupt nur so ihren Bewegungsdrang ausleben und alle ihre Sinne nutzen. Eine Einschränkung dieser Freiheit respektiere das Wesen der Katze nicht.
 
Und in der Tat: Wer schon mal das Vergnügen hatte, eine Samtpfote beim Anschleichen an eine Beute oder beim plötzlichen Sprung zum Fassen der Beute oder beim Klettern auf einen Baum zu beobachten, der erkennt, was einmal ihre ursprüngliche Bestimmung gewesen sein muss und mit welcher Konzentration und Lebensfreude sie diese Aktivitäten ausführt.

Allerdings sind die Gefahren, die einer Freigangskatze drohen, vielfältig und nicht zu unterschätzen. Nicht nur der Straßenverkehr kann der Katze zum Verhängnis werden, sondern auch ausgelegte Giftköder, Jäger, Tierquäler und Tierfänger. Unser Liebling kann irgendwo unabsichtlich eingeschlossen werden und verhungern oder bei einem Jagdmanöver verunglücken und qualvoll sterben.

 

Wohnungshaltung

Die Wohnungshaltungs-Befürworter sind der Meinung, dass diese Gefahren es nicht rechtfertigen würden, einer Katze Freigang zu gewähren und man ihnen alles, was sie für ein ausgeglichenes und bewegungsintensives Leben benötigten, auch in der Wohnung bieten könne, wenn man sie denn mit den entsprechenden Klettermöglichkeiten ausstatten und der Katze Anregung geben und Bewegung durch Spiel ermöglichen würde.



Sie finden es unverantwortlich, dass man Katzen den heutigen Zivilisationsgefahren aussetzen und so ihr Leben riskieren würde.

Und in der Tat sind Wohnungskatzen, die es nicht anders kennen, nicht unglücklich über ihre Lebenssituation. Manche von ihnen würden sich, einmal in "Freiheit", womöglich auch gar nicht zurecht finden. Empfehlenswert ist es allerdings, dass die Katze die Wohnung mit mindestens einem anderen Artgenossen teilt und nicht den ganzen Tag alleine ist und dass sie evtl. auch einen "Ausblick" in einen Garten oder ins Grüne hat.

Andererseits gibt es Katzen, die ohne Freigang todunglücklich wären. So wird es in den meisten Fällen nicht möglich sein, einen ehemaligen Streuner in der Wohnung zu halten (unser Carlos war eine der wenigen Ausnahmen und hat es eineinhalb Jahre mit uns in einer Wohnung ohne Freigang, aber mit Balkon, ausgehalten, bis er sich dann nach unserem Umzug endlich wieder ein neues Revier erobern konnte).

Ein Wort noch zu den Gefahren, die für Katzen auch in der Wohnung lauern können: Nicht nur das berühmte "Kippfenster-Syndrom", das zu schweren äußeren und inneren Verletzungen bis hin zum qualvollen Tode der Katze führen kann, ist ein häufiges Unfallgeschehen bei Wohnungskatzen, auch Stürze von Balkonen oder aus Fenstern kommen öfter vor, als man glaubt. Nicht zuletzt sind Katzen in Wohnungen oft auch schleichenden Giften ausgesetzt, angefangen mit Dämpfen aus Reinungsmitteln über giftige Pflanzen und natürlich dem atemwegsschädigenden Tabakqualm in Raucherhaushalten, der nicht nur Kindern zusetzt und sie krank macht, sondern auch in vielen Fällen für Asthma und Bronchitis von Katzen verantwortlich ist.

Viele Katzenhalter sichern übrigens ihre Fenster und Balkone so, dass ihre samtpfotigen Mitbewohner nicht abstürzen können, oder haben sogar die Möglichkeit, einen Teil des Gartens oder den gesamten Garten "katzensicher" zu machen. Anregungen dazu findet man in Hülle und Fülle im Netz.


© Victoria Caesar  -  Alle Rechte vorbehalten

 

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