Donnerstag, 24. August 2017
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FIP - eine schreckliche Krankheit, aber häufig fehldiagnostiziert

FIP steht für Feline Infektiöse Peronitis und äußert sich als hoch ansteckende Bauchfellentzündung. Die Infektionsrate liegt bei 50 - 100 %, je nachdem, aus welcher Haltungsart eine Katze kommt. Katzen, die in größeren Gruppen zusammenleben (z. B. Tierheimkatzen) haben ein höheres Ansteckungsrisiko. Für die Erkankung ist das feline Corona-Virus verantwortlich.

Die meisten Infektionen finden im Welpenalter statt, aber nur eine geringe Zahl der angesteckten Katzen zeigt Symptome oder erkrankt zu einem späteren Zeitpunkt daran. Leider entwickeln sich jedoch bei manchen Katzen Mutanten des Corona-Virus, die dann das schreckliche Krankheitsbild von FIP hervorrufen.

Symptome wie Fieber, Austrocknung, Blutarmut, geschwollener Bauch, Appetitverlust, Abmagerung, Augenschäden sind typisch für FIP. Die Krankheit endet so gut wie immer tödlich. Eine wirkliche Vorbeugung gibt es nicht; eine Impfung gegen FIP ist mangels erwiesener Wirksamkeit nicht zu empfehlen (vgl. auch die entsprechende Information zu den Katzenimpfungen).

Trotzdem wird sie sehr häufig fehldiagnostiziert bzw. fehlvermutet, da die FIP-Diagnose am lebenden Tier kaum zu stellen ist. Da außerdem viele andere Erkrankungen mit ähnlichen Anzeichen wie den oben genannten einhergehen, wird sehr schnell FIP vermutet, zumal recht viele Katzen in der Blutuntersuchung einen hohen Corona-Viren-Titer zeigen. Allerdings hat in der Regel jede Katze, die einmal mit der Krankheit in Berührung gekommen ist, einen verdächtigen Titer.

Daher sollten vor einer solchen Diagnosestellung andere Krankheiten wie z. B. Nieren- und Lebererkrankungen, Erkrankungen des Verdauungstrakts wie Pankreatits und chronisch entzündliche Darmerkrankungen u. ä. ausgeschlossen werden. Wer betroffen ist und sich weiter informieren möchte, findet hier bei catgirly die eindeutig umfassendste Information zu FIP im Netz. Und auch bei Dr. Addie gibt es weitere Informationen, zusammengetragen von einer veterinärmedizinischen Forscherin.

Wenn die Diagnose FIP auch nur vermutet wird, kommt jede/r Katzenhalter/in ins Routieren und braucht schnell Unterstützung und Zuspruch. Eine Möglichkeit ist dann auch die, sich an ein Forum zu wenden, um sich weiter zu informieren und helfen zu lassen. Das beste aus meiner Sicht ist die Yahoo-Group SiebenKatzenLeben, in dem sehr viele Betroffene sind und Auskunft geben können.


Anmerkung: Dieser Beitrag - sowie auch andere in diesem Portal - ersetzt keinesfalls den Besuch beim Tierarzt!

 

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